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Das Wort Ayurveda kommt aus dem Sanskrit und bedeutet "Wissen" oder "Wissenschaft" von Leben und Gesundheit. Der Ayurveda baut auf dem Erfahrungsschatz von ältestem Menscheitswissen auf. Es zeigt dem Einzelnen neue Wege, seine Gesundheit zu erhalten bzw. sie zu verbessern - und richtet sich daher an all diejenigen, die gesünder leben und jung bleiben wollen.

Seine besondere Stärke liegt in der Betrachtung des Menschen in seiner Ganzheit, der Mobilisierung von Selbstheilungskräften und dem einfachen, natürlichen und logischen Aufbau seiner Prinzipien. Dieses Wissen ist von Nutzen für den gesunden, aktiven Menschen bis hin zum an stärkeren Gesundheitsstörungen leidenden Patienten.

Zentrales Element im Ayurveda ist das Wissen über 3 Grundprinzipien, die den 5 Elementen zugeordnet werden. Diese sind das Bewegungsprinzip Vata (Raum und Luft), das Feuerprinzip Pitta (Feuer) und das Strukturprinzip Kapha (Wasser und Erde). Diese sog. Doshas befinden sich an der Grundlage von Körper und Geist und kontrollieren das gesamte physiologische und geistige Geschehen. Jeder Mensch besitzt unterschiedliche Anteile dieser drei Grundkräfte in seiner Konstitution.

Alle Vorgänge im Körper finden unter Mitwirkung aller drei Doshas statt: Die Bewegung des Magen-Darms wird z.B. durch Vata gesteuert, das Ausschütten von Salzsäure und Enzymen im Magen und Zwölffingerdarm durch Pitta – während die verschiedenen Gewebe des Verdauungskanals dem Kapha-Prinzip zugeordnet werden.

Wenn bei einem Menschen z.B. Vata überwiegt, äußert sich dies in einem schlanken, bewegungsfreudigen und geistig flexiblen Menschen. Erhöht sich Vata z.B. durch unregelmäßige Tagesroutine, zu spätes zu Bett gehen sowie psychologischen Druck weiter und kommt so ins Ungleichgewicht, dann werden sich die im Inneren entstehenden Ungleichgewichte in Bälde als äußere Unruhe, Nervosität, Schlaflosigkeit und unregelmäßiger Verdauung äußern.

Der Kapha-Typ ist genau das Gegenteil: er arbeitet gerne in Berufen mit langfristigen Aufgaben, die er erfolgreich meistert. Sein Körper besitzt in jeder Hinsicht mehr Struktur (Erde und Wasser sind gröber und strukturstärker als die feineren Elemente Raum und Luft), die Gelenke sind größer gebaut, die Knochen schwerer und der Leibesumfang deutlich fülliger als beim Vata-Typen. Kapha möchte am liebsten seine Ruhe haben, von Stabilität und Ordnung im Leben hält er viel. Vermehrt sich Kapha z.B. durch zu schweres Essen, dann sammeln sich leicht Schlackenstoffen an, was im Laufe der Zeit zu Energiemangel, Trägheit und Mangel an Flexibilität führt. Kapha wird deshalb auch das Strukturprinzip genannt.

Dem Pitta (Feuerprinzip) sind diejenigen von uns zugeordnet, die sich durch “feurige Energie“, Klarheit in Denken und Sprechen, sowie scharfer Intelligenz auszeichnen. Dies sind meist ehrgeizige, nicht immer beliebte Zeitgenossen, die sich “mit Feuer und Flamme“ auf eine Arbeit stürzen. Bei Ungleichgewicht (= zuviel Feuer), kann der Pitta-Typ auch mal schnell wütend werden, wobei man das Feuer aus seinem Gesicht und seinen Augen lodern sehen kann. Allen mit einem Brennen bzw. "Röte" zusammenhängenden Symptomen (z.B. Hauterkrankungen, Entzündungen oder Magengeschwüre) liegt ein zuviel des “Feuerdoshas“ zugrunde.

Über 600 wissenschaftliche Untersuchungen an 120 unabhängigen Instituten und Universitäten in 27 Ländern zeigen die Wirksamkeit dieses zeitlosen Wissens in vielen Bereichen der Gesundheit u.a. bei der Beseitigung sog. “freier Radikale“. Dies sind hochreaktive Moleküle, die als ein Nebenprodukt des Stoffwechsels entstehen und bei der Entstehung von wohl über 80% menschlicher Krankheiten beteiligt sind. Bestimmte ayurvedische Kräuterpräparate sind in der Lage, freie Radikale bis zu 1000 mal effektiver zu beseitigen als jede andere bisher getestete Substanz.


Mit der jahrtausende alten traditionellen ayurvedischen Pulsdiagnose besitzt der ayurvedisch ausgebildete Arzt ein Werkzeug, das Entstehen von Ungleichgewichten und Schlackenstoffe im Frühstadium zu entdecken. Mittels einfacher Maßnahmen wie Essensgewohnheiten, Tagesroutine, Kräuterpräparaten, Sesamölmassagen und speziellen Rezepten können diese wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, bevor es zu Symptomen oder Erkrankungen gekommen ist.

Im Carak Samita, einer der jahrtausende alten Urschrift des Ayurveda gibt es 7 Stufen der Krankheitsentstehung; auf der sechsten Stufe steht hierbei die manifeste Erkrankung mit Symptomen, auf der siebten deren Chronifizierung. Mittels der ayurvedischen Pulsdiagnose können Ungleichgewichte in der 2. oder 3. Stufe entdeckt - und ausgeglichen werden, bevor es zu Symptomen kommt!

Literaturauswahl:

1. Dr. med. Ernst Schrott: Ayurveda: Die besten Tipps. Mosaik bei Goldmann. ISBN 3-442-16573-3.
2. Niwa Y, Effect of M4 and M5 on inflammatory mediators with special reference to their free radical scavening effect. IJCP. 1:23-27;1991

www.ayurveda.de

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